Projekte

Projektpartner: Institut für Gesundheits-, Hebammen und Pflegewissenschaft, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Paul-Riebeck-Stiftung Halle (Saale), BG-Klinikum Bergmannstrost Halle (Saale)

Ziel: Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines multiprofessionellen Versorgungsansatzes mit Case-Management-Schwerpunkt in Anlehnung an den Ansatz der „Transitional Care“ zur Verbesserung der sektorenübergreifenden Versorgung geriatrischer Patient*innen nach Krankenhausaufenthalt.

Design: Machbarkeitsstudie

Ergebnisse:
laufend

Projektpartner: Institut für Gesundheits-, Hebammen und Pflegewissenschaft, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Paul-Riebeck-Stiftung Halle (Saale), AG Demenz und Forschung (DAlzG)

Ziel: Entwicklung und Erprobung von Maßnahmen zur sensorischen Stimulation bei Demenz sowie Integration der Maßnahmen in bestehende pflegerische Abläufe

Design: Partizipatives Aktionsforschungsprojekt in Anlehnung an den knowledge-to-action-Prozess (KTA).

Ergebnisse: Gemeinsam mit Mitarbeitenden verschiedener Berufsgruppen, Angehörigen sowie Menschen mit Demenz wurden Stimulationsmaßnahmen für immobile Bewohnerinnen identifiziert. In einem Workshop wählten die Mitarbeitenden Maßnahmen aus, die in bestehende pflegerische Abläufe integriert werden können. Anschließend wurden diese Maßnahmen in wiederkehrenden vierwöchigen Erprobungsphasen von den Mitarbeitenden praktisch umgesetzt und evaluiert, um die gewonnenen Erkenntnisse anschließend der gesamten Einrichtung zugänglich zu machen. Für die Dissemination der Maßnahmen wurden verschiedene Formate entwickelt, darunter eine Multiplikator*innengruppe, One-Minute-Wonders und Kittelkärtchen als praktische Hilfsmittel für die Umsetzung im Pflegealltag.

Projektpartner: Diakonissenhaus ZION e.V. Aue (Sachsen), Institut für Gesund-heits- und Pflegewissenschaft der Universität Halle-Wittenberg, AG „Demenz und Forschung“ (DAlzG)

Zielsetzung: Förderung der Selbstbestimmung und Selbstständigkeit von Menschen mit Demenz innerhalb der Pflege und Versorgung der Pflegeeinrichtungen des Diakonissenhauses ZION e.V. mit dem Schwerpunkt der ambulanten Pflege

Design: Partizipatives Aktionsforschungsprojekt in Anlehnung an den knowledge-to-action-Prozess (KTA)

Ergebnisse: Im Teilprojekt wurde auf der Basis umfangreicher Befragungen das Modell „Auf meine Weise mit Deiner Hilfe“ entwickelt. Das Modell umfasst Kernthemen, die verdeutlichen, wie Selbstbestimmung und Selbstständigkeit bei Demenz gefördert werden können. Ein Flyer wurde erstellt, um Teilnehmer*innen an den Befragungen und die interessierte Öffentlichkeit zu informieren (https://www.zion.de/altenhilfe/projekte-der-altenhilfe/). Die Erkenntnisse sollten zum einen genutzt werden, um die Pflege- und Versorgungspraxis im Ambulanten Pflegedienst und den weiteren Pflegeeinrichtungen des Diakonissenhauses demenzfreundlicher zu gestalten.

Über die Projektlaufzeit hinaus bleibt die Anpassung von Abläufen und Routinen ein Schwerpunktthema der weiteren Zusammenarbeit zwischen der MLU und dem Diakonissenhaus Aue. Daneben kristallisierte sich in den letzten Projektmonaten ein weiterer Schwerpunkt heraus: es bedarf einer kontinuierlichen Arbeit an der Haltung und an demenzspezifischen Kommunikationsfähigkeiten jedes einzelnen Mitarbeiters und jeder einzelnen Mitarbeiterin.

Link zum Flyer: https://www.zion.de/fileadmin/user_upload/altenhilfe/prawidem/flyer-selbstbestimmung.pdf

Projektpartner: Quartier Kempener Feld der Städtischen Seniorenheime Krefeld, Institut für Pflegewissenschaft der Universität zu Köln, AG Demenz und Forschung (DAlzG)

Zielsetzung: Erprobung und Evaluation von Bildkarten zur Förderung der Kommunikation und der selbstbestimmten Entscheidungsfindung

Methodisches Vorgehen: Mixed-Methods Design

Ergebnisse: Nach der Konzeptionalisierung eines einrichtungsweiten Schulungsprogramms, konnte ein Großteil der Mitarbeiter*innen in der Anwendung von Bildkarten angeleitet werden. In dokumentierten Pilotierungs- und Erprobungsphasen wurde deren Anwendung untersucht und in Interviews reflektiert. Erkenntnisse, wie die gute Integrierbarkeit aufgrund eines geringen Zeitaufwandes, konnten dann in einer Handlungsanleitung zusammengefasst und über Train-the-Trainer Schulungen in alle Einrichtungen des Trägers übertragen werden.

Projektpartner: Quartier Linn der Städtischen Seniorenheime Krefeld, Institut für Pflegewissenschaft der Universität zu Köln, AG Demenz und Forschung (DAlzG)

Zielsetzung: Ist-Zustandsanalyse zu den Herausforderungen im Umgang mit Ablehnung von Essen und Trinken bei der Versorgung von Menschen mit Demenz und die Entwicklung von Handlungsempfehlungen

Methodisches Vorgehen: Quantitative Querschnittsbefragung (Fragebogenstudie)

Ergebnisse: Zur Bedarfsanalyse wurde, nach der gemeinsamen und systematischen Fragebogenentwicklung, eine Querschnittsbefragung auf alle vier Einrichtungen des Trägers ausgeweitet. An der Befragung nahmen 132 Mitarbeiter*innen teil. Hierdurch konnten insgesamt sechs Handlungsfelder identifiziert werden zu denen ein trägerweiter Schulungstag mit Zirkeltraining empfohlen und durchgeführt wurde, u.a. zu den Themen Akzeptanz der Ablehnung, Dokumentation und Umgang mit Zwang. Dieser wurde in den jährlichen Fortbildungskatalog des Trägers aufgenommen.

Projektpartner Alle fünf Quartiere der Städtischen Seniorenheime Krefeld, Institut für Pflegewissenschaft der Universität zu Köln
Ziel:
Identifikation herausfordernder Verhaltensweisen in der Quartiersversorgung, sowie die partizipative Entwicklung, Erprobung und Evaluation einer komplexen Intervention zu Reduktion einer herausfordernden Verhaltensweise.
Design: Entwicklungs- und Machbarkeitsstudie
Ergebnisse: laufend

Der Living-Lab-Ansatz zur Vernetzung von Pflegepraxis und Wissenschaft wurde an der Universität Maastricht in den Niederlanden entwickelt (PubMed). Seit 2023 kooperiert das PraWiLab im Rahmen eines internationalen Netzwerks mit weiteren Living Labs. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, den Living-Lab-Ansatz gemeinschaftlich zu erforschen und weiterzuentwickeln. Hierzu finden jährlich Living-Lab-Symposien statt, bei denen Vertreter*innen aus Praxis und Wissenschaft ihre Projekte vorstellen und gemeinsam neue Initiativen zur Weiterentwicklung des Ansatzes planen.

Folgende Living Labs sind Teil dieses Netzwerks:

internationales network