Aktuelles

Zum vierten Mal haben sich Forscherinnen und Forscher aus dem Internationalen Living-Lab-Netzwerk zu einem gemeinsamen Living-Lab-Seminar getroffen. Veranstaltet vom Institut für Pflegewissenschaft an der Medizinischen Universität Graz, stand dabei die Forschungsarbeit in den jeweiligen Living Labs im Mittelpunkt. Zudem wurden Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Living-Lab-Strukturen und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Living-Lab-Ansatz diskutiert.

Das Netzwerk umfasst Praxis-Wissenschafts-Partnerschaften aus den Niederlanden, Großbritannien, Österreich und Deutschland, die alle nach dem an der Universität Maastricht entwickelten Living-Lab-Ansatz arbeiten. Im Rahmen der jährlichen Treffen findet ein reger Austausch über laufende wissenschaftliche Projekte statt, bei dem auch nationale Erfahrungen mit der Zusammenarbeit in Living Labs reflektiert werden.

Am 2. März 2026 überreichte Sozialministerin Petra Grimm-Benne die Förderbescheide für das Forschungsprojekt GERONT-Connect, das am PraWiLab-Standort Halle-Aue durchgeführt wird. Die Übergabe markiert den offiziellen Start des Vorhabens, dessen Bedarf im Rahmen der PraWiLab-Zusammenarbeit identifiziert wurde.

GERONT-Connect zielt darauf ab, die Versorgung geriatrischer Patient*innen nach einem Krankenhausaufenthalt durch einen multiprofessionellen Versorgungsansatz mit Case-Management zu verbessern – insbesondere bei den Übergängen vom Krankenhaus in die Kurzzeitpflege und zurück in die häusliche Umgebung. Das Projekt wird für drei Jahre durch das Sozialministerium Sachsen-Anhalt sowie den Spitzenverband Bund der Pflegekassen gefördert. Neben der Paul-Riebeck-Stiftung Halle und dem Institut für Gesundheits-, Hebammen- und Pflegewissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist auch das BG-Klinikum Bergmannstrost in Halle (Saale) als Projektpartner beteiligt. Die Förderung unterstreicht die Bedeutung sektorenübergreifender Lösungen für eine nahtlose und patient*innenzentrierte Versorgung.

Förderbescheide für GERONT-Connect

Am 13. und 14. November fand in Halle (Saale) das mittlerweile fünfte PraWiLab-Treffen statt. Im „Riebeckpark“, einer stationären Pflegeeinrichtung der Paul-Riebeck-Stiftung Halle, tauschten sich Vertreter*innen aller beteiligten Netzwerkpartner sowohl über die Ergebnisse der bisher bearbeiteten als auch über die zukünftig geplanten Projekte aus.

Seit der Verstetigung des PraWiLab im Jahr 2024 wurde der inhaltliche Fokus erweitert: Künftig stehen nicht mehr ausschließlich Projekte zum Thema Demenz, sondern allgemein zur Pflege und Versorgung im höheren Lebensalter im Mittelpunkt. Das ist auch der Grund für die Namensänderung von PraWiDem auf PraWiLab.

Neben der inhaltlichen Diskussion über gemeinsame Projekte wurden auch Möglichkeiten erörtert, die Zusammenarbeit im PraWiLab weiter auszubauen – etwa im Rahmen von Praxistagen für Studierende oder durch Lehraufträge an den Hochschulen, bei denen Praxismit-arbeiter*innen Innovationen ihrer Einrichtungen vorstellen.

Die standortübergreifenden PraWiLab-Treffen werden fortgesetzt; das nächste Treffen ist für das Frühjahr 2027 am Standort Köln/Krefeld geplant.

PraWiLab-Treffen in Halle

Am Institut für Pflegewissenschaft der Universität zu Köln fand am 25. und 26. September 2025  das 3. Verbundtreffen des International Network of Living Labs in Long-Term Care statt.

Rund 30 Pflegeexpertinnen und -experten aus den Niederlanden, England, Österreich und Deutschland diskutierten in Vorträgen und Workshops aktuelle Forschungsergebnisse, methodische Weiterentwicklungen sowie innovative Versorgungsansätze aus den beteiligten Living Labs. Im Fokus standen insbesondere Fragen der Versorgungsqualität, der nachhaltigen Implementierung von Living-Lab-Ansätzen und der Stärkung internationaler Forschungskooperationen.

Ergänzend besuchten internationale Partner Einrichtungen der Praxispartner in Krefeld, wodurch ein intensiver und praxisnaher Austausch zu unterschiedlichen Versorgungsstrukturen und Pflegekonzepten über Ländergrenzen hinweg ermöglicht wurde.

Das Treffen unterstrich eindrücklich den Mehrwert internationaler Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Langzeitpflege. Das Verbundtreffen der internationalen Kooperationspartner findet jährlich statt und dient der kontinuierlichen Weiterentwicklung gemeinsamer Forschungs- und Transferaktivitäten.

Drittes Internationales Seminar zu Living Labs

Drittes Internationales Seminar zu Living Labs2